Wirtschaftsrat besucht Mannheimer Hafen
20. Mai 2010
Mannheim. Die Sektion Rhein-Neckar des Wirtschaftsrates der CDU sieht bei der Verkehrsinfrastruktur in der Metropolregion Rhein-Neckar weiterhin Ausbau- und Stärkungsbedarf. Dazu erklärte Regina Rohoff, die stellvertretende Sektionssprecherin, anlässlich einer Hafenbesichtigung in Mannheim: „Die Zusammenarbeit zwischen den Häfen in Ludwigshafen und Mannheim funktioniert bereits seit einiger Zeit recht gut, kann aber durchaus weiter verbessert und vertieft werden. Für die Zukunft des Verkehrsknotenpunktes Rhein-Neckar ist dies essentiell. Zudem muss auch die Verknüpfung mit anderen Verkehrsträgern, sei es auf der Schiene oder auf der Straße, noch stärker ausgebaut und verbessert werden. Die Rheinschiene ist die bedeutendste Verkehrsader in Europa, daher muss die Region alle positiven Effekte aus seiner Lage ziehen und die gegebenen Chancen ausnutzen."
Im Rahmen einer Schifffahrt mit Roland Hörner, Hafendirektor bei der Staatl. Rhein-Neckar-Hafengesellschaft Mannheim mbH, und Franz Josef Reindl, Hafendirektor bei der Hafenbetriebe Ludwigshafen am Rhein GmbH & Hafenbetriebe Rheinland-Pfalz GmbH, konnten die rund 50 Teilnehmer einen intensiven Einblick in die Infrastruktur entlang des Rheins gewinnen.
Unter dem Motto „Wirtschaftsfaktor Binnenhafen - infrastrukturelle Perspektiven für die Region Rhein-Neckar" machten die beiden Hafendirektoren deutlich, wie positiv sich die bisherigen Zusammenarbeit entwickelt hat. Laut Hörner schlugen die Häfen in Mannheim und Ludwigshafen im Jahr 2009 rund 16 Millionen Tonnen Güter um, womit sie zusammen einer der bedeutendsten Binnenhäfen bilden. Zudem sei die Entwicklung hin zu einem der größten trimodalen, binnenschifffahrtlichen Verkehrsknotenpunkt zwischen Wasserstraße, Straße und Schiene in Deutschland und Europa nicht mehr aufzuhalten.
Reindl hob auch die Funktion als großer Arbeitgeber der Region hervor. So bieten die Häfen Arbeit für rund 20.000 Menschen.
Hörner stellte auch die Bedeutung der Häfen für den Tourismus mit rund 400 anlegenden Kreuzfahrtschiffen heraus. Einziger Wehrmutstropfen sei, dass die Touristen mehrheitlich nach Heidelberg oder Schwetzingen gefahren würden, ohne etwa Mannheim zu besuchen. Dies liege u.a. auch an der schlechten Anbindung an die Innenstadt, wobei an einer besseren Beschilderung gearbeitet werde.
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