"Tag der Prävention" - Informativ und gut.
Schülermitverwaltung, Lehrer des Gauß-Gymnasiums Hockenheim und Polizei Hockenheim hatten mit Unterstützung von der Verwaltungsgemeinschaft Hockenheim, der Sparkasse Heidelberg und der CFG Hockenheim das modulare Konzept des Präventionstages entwickelt. Vorträge, Workshops, Diskussionen und ein anschließendes Theaterstück sollten ausführlich und eindringlich das Thema Prävention in die Köpfe der Schüler bringen. Und dieses Konzept scheint aufgegangen zu sein.
„Der Tag war informativ und gut. Wir haben heute hier etwas gelernt, was wir sonst so praxisnah nicht vermittelt bekommen", erklärt Sven aus der 9. Klasse. Er hatte mit seinen Klassenkameraden zuvor Bilder und Fakten zu Alkoholkonsum von Rechtmedizinerin Dr. Kirsten Marion Stein aus Heidelberg präsentiert bekommen. Doch nicht nur Vorträge, auch Workshops zur Selbstbehauptung, eine Podiumsdiskussion zum Thema Drogen, Alkohol und Prävention und viele andere Aktionen wie Theater-Workshops, Klassenrat, Mediation oder Mobbing standen auf dem Stundenplan. Zum Teil wurden die Workshops von älteren Schülern betreut, wie Verbindungslehrerin Kaja Thilmann unterstrich.
„Der Tag hat Modellcharakter und kann von anderen Schulen übernommen werden. Das Programm ist geschrieben und muss nun nur noch von interessierten Schulen umgesetzt werden" so Polizeihauptmeister Kai-Uwe Bechtel, der als zuständiger Mitarbeiter des Polizeireviers Hockenheim den Tag zusammen mit dem Gymnasium konzipiert hatte. Revierleiter Manfred Krampfert ergänzt: „Präventionsarbeit muss zielgenau ablaufen. Wir müssen die erreichen, die wir ansprechen wollen." Joachim Kriebel, Leiter des Gauß-Gymnasiums, war erfreut, dass dieser Tag mit Modellcharakter an seiner Schule mit Unterstützung der örtlichen Polizei durchgeführt werden konnte: „Es ist eine neue Erfahrung, dass alle von Jahrgangsstufe 5 bis 9 an einen Tag gemeinsam informiert werden und gemeinsam gegen Gewalt kämpfen", fasste er zusammen.
Auch Bürgermeister Zimmermann unterstrich in seiner Eröffnungsrede die Wichtigkeit des Anliegens. „Spätestens nach dem Amoklauf von Winnenden und Wendlingen vor rund einem Jahr wurde deutlich, dass wir auf Gewalt nicht nur reagieren können, sondern dass wir uns vorbeugend mit diesem Themenkreis beschäftigen müssen. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Lösung dieses Problems nur gemeinsam zwischen Erziehungsberechtigten, Schule und vor al-lem Jugendlichen gelöst werden kann", machte er deutlich, wie wichtig Präventionsarbeit im Vorfeld von Gewalt ist. Er wünschte, dass die Erkenntnisse aus dem Präventionstag im Verhalten ihren Niederschlag finden und sich durchsetze, dass es durchaus nicht „cool" sei, Gewalt und Alkohol zu verherrlichen.
Diesen Ansatz machte auch das Theaterstück „Gewalt macht nicht geil" deutlich, das zum Abschluss des Tages aufgeführt wurde. „Das Theaterstück ist ein wichtiger Baustein. Denn hier werden Themen behandelt, die wichtig für die Schüler sind, da die Anregungen dazu von den Schülern selbst gekommen sind" erläutert Lehrerin Anja Kaiser den Hintergrund. Das Stück ist eine Collage zum Thema Gewalt an und durch Jugendliche und wurden von den Schülern des Literatur- und Theaterkurses selbst geschrieben. Schüler der Unter- und Mittelstufe hatten sich zuvor Szenarien aus ihrem Lebensalltag ausgedacht. In ihrer Sprache spielte die Theater AG eindringlich Szenen aus dem Alltag der Jugendlichen, von denen die Schülerinnen und Schüler beeindruckt waren.
Das Stück wird für die Öffentlichkeit am Donnerstag, 20. Mai, um 19.30 Uhr aufgeführt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei. Die Konzeption zur Modellveranstaltung „Tag der Prävention" können von anderen Schulen bei Interesse übernommen werden.












