Kindergartengebühren
Die Kindergartenbeiträge in Hockenheim ändern sich zum 1. September 2010. Grundlage für die Beiträge ist das so genannte „württembergische" Berechnungssystem, das mit einer sozialen Staffelung ausgestattet ist. Anders als das bis dahin in Hockenheim angewandte „badische" Berechnungssystem werden nicht mehr nur die Kinder in einem Haushalt berücksichtigt, die gleichzeitig einen Kindergarten oder eine Kindertagesstätte besuchen. Stattdessen werden bei der Berechnung alle in einem Haushalt lebenden Kinder unter 18 Jahren berücksichtigt. Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung vom 22.07. 2009 dieser Änderung der Kindergartensatzung zugestimmt. Gleichzeitig hatte der Gemeinderat beschlossen, mit Gebührenanpassungen über einen Zeitraum von drei Jahren den allgemein empfohlenen Kostendeckungsgrad von 20 Prozent zu erreichen und somit die Gebührenanpassungen für die Eltern verträglicher zu machen.
Die monatlichen Kindergartengebühren gestalten sich ab 01.09.2010 wie folgt:
| 2010/2011 | 1 Kind | 2 Kinder | 3 Kinder | 4 Kinder |
| RG-Ü3 | 95,00 € | 72,00 € | 48,00 € | 16,00 € |
| VÖ-Ü3 | 119,00 € | 90,00 € | 60,00 € | 20,00 € |
| GT-Ü3 | 238,00 € | 175,00 € | 108,00 € | 44,00 € |
| RG-U3 | 143,00 € | 108,00 € | 72,00 € | 24,00 € |
| VÖ-U3 | 179,00 € | 135,00 € | 90,00 € | 30,00 € |
| GT-U3 | 261,00 € | 193,00 € | 118,00 € | 48,00 € |
| Essensgeld | 51,00 € | 51,00 € | 51,00 € | 51,00 € |
RG= Regelgruppe; VÖ= verlängerte Öffnungszeiten;
GT= Ganztagesbetreuung; Ü-3 = Kinder über 3 Jahre; U-3 = Kinder unter 3 Jahren.
Die Veränderung erfolgt in Absprache aller Träger von Kindertageseinrichtungen in Hockenheim.
Vergleicht man das alte und neue System, so zahlte beispielsweise eine Familie mit drei Kindern im Alter von vier, sieben und elf Jahren nach dem alten System für den Ganztagesplatz ihres vierjährigen Sprösslings 192 Euro. Nach dem neuen System, das die drei im Haushalt lebenden Kinder unter 18 Jahren berücksichtigt, zahlt die Familie nun eine Gebühr von 108 Euro. Generell gilt die Faustregel: Je mehr Kinder in einem Haushalt leben, umso geringer die Gebühr, je weniger Kinder, umso höher nun die Gebührenbelastung.
Mit der Umstellung nicht im Zusammenhang steht die von Eltern oft gestellte Frage, weshalb man seine Kinder im benachbarten Rheinland-Pfalz seit dem 01.08.2010 komplett gebührenfrei betreuen lassen könne, in fast allen anderen Kommunen in Baden-Württemberg dagegen Gebühren zu zahlen seien. Dies, so der zuständige Fachbereichsleiter Stefan Kalbfuss, sei eine landespolitische Entscheidung, auf die einzelne Kommunen keinen Einfluss hätten. Die Stadt Hockenheim fördert schon heute die Kindertagesstätten mit weit über 2 Millionen Euro jedes Jahr, was einem Zuschuss von über 3000 Euro pro Kind entspricht. „Gewiss ist die Betreuung ihrer Kinder für manche Eltern teuer", so Kalbfuss, „aber in Hockenheim ist man, im Vergleich zu anderen Kommunen im näheren Umkreis, noch einer der günstigeren Anbieter".












