Schütte-Lanz-Gewerbepark Brühl
Brühl / Hockenheim, 4. Februar 2011 - Die Entwicklung des neuen Gewerbeparks „Schütte-Lanz" in Brühl geht in eine neue Phase: Nachdem der Gemeinderat im Juli 2010 in öffentlicher Sitzung die Aufstellung des Bebauungsplans (kurz: B-Plan) für das rund 100.000 Quadratmeter große Gelände beschloss, ist der Verfahrensabschnitt der frühzeitigen Beteiligung nun beendet. Damit wird der Weg frei für die weitere Erschließung und Vermarktung des Gewerbeparks. Die für die Revitalisierung des Areals zuständige Haus+Co Projektmanagement GmbH ist deshalb zuversichtlich, dass sich noch in diesem Jahr die ersten Unternehmen im neuen Gewerbepark ansiedeln können.
Mit Beendigung der frühzeitigen Beteiligung ist eine wichtige Phase des Bebauungsplanverfahrens abgeschlossen. In den vergangenen fünf Monaten hatten Interessengruppen wie Behörden und Bürger die Gelegenheit, ihre Vorschläge für und Einwände gegen das Bebauungsplanvorhaben einzubringen. Auch der Gemeinderat wurde über die Ergebnisse der frühzeitigen Beteiligung informiert.
Ziel des Bebauungsplanverfahrens ist es, einen der geschichtsträchtigsten Industriestandorte in der Metropolregion Rhein-Neckar wiederzubeleben. Anfang des 20. Jahrhunderts baute die legendäre „Luftschiffbau Schütte-Lanz" auf dem Areal in Konkurrenz zu Zeppelin ihre Luftschiffe. Bis heute zeugt die historische Montagehalle auf dem Gelände von dieser großen Vergangenheit. Zuletzt fristete das rund 100.000 Quadratmeter große Gelände allerdings ein Dasein als Industriebrache. Bis 2007 produzierte die im Sperrholzbau tätige Finnforest Schütte-Lanz GmbH auf dem Gelände Verschalungsplatten, bevor sie ihre Produktionskapazitäten nach Rumänien verlegte.
Im September 2008 erwarb eine Investorengruppe das Gelände in Brühls Norden und übertrug dessen weitere Entwicklung der Haus+Co. Nach einer längeren Planungsphase startete das Unternehmen im Oktober 2009 die ersten Arbeiten auf der Industriebrache. Dabei handelte es sich im Wesentlichen um Aufräum-, Rodungs- und Abrissarbeiten, um die weitere Erschließung des Areals zu ermöglichen. Auf dem Gelände lagernder Bauschutt und Industriemüll wurde fachgerecht entsorgt, Zu- und Abfahrtswege frei gelegt. Der Bebauungsplan zeigt nun auf, wie die Industriebrache zukünftig genutzt werden soll.
„Eine historische Chance für Brühl"
Bürgermeister Dr. Ralf Göck betonte gestern gegenüber dem Gemeinderat die Bedeutung des Projekts für die Stadt: „Die Entwicklung des Schütte-Lanz-Gewerbeparks spielt für die künftige wirtschaftliche Entwicklung Brühls eine zentrale, zukunftsweisende Rolle: Es handelt sich um die größte zusammenhängende Gewerbefläche und die letzte Entwicklungsreserve für die Ansiedlung von Gewerbe und Industrie in unserer Gemeinde. Indem wir die vorhandene Infrastruktur wiederbeleben, profitiert Brühl von der Entstehung neuer Arbeitsplätze und zusätzlicher Gewerbesteuereinnahmen."
Die Revitalisierung des Areals ist dabei sowohl ökonomisch als auch ökologisch sinnvoll: Es handelt sich bei „Schütte-Lanz" um ein bereits als solches ausgewiesenes und auch genutztes Industrieareal. Infrastruktur und Anschlüsse sind weitestgehend vorhanden. Die komplette Neuerschließung eines Geländes wäre deutlich aufwändiger, kostspieliger und würde zugleich bislang bewahrte Naturflächen in Industriegelände umwandeln. „Haus+Co verfügt bereits über gute Erfahrungen in der Umwandlung und Revitalisierung von historischem Industriegelände in florierende Gewerbeparks", erklärt Sylvio Michelitsch, Projektleiter Brühl bei Haus+Co. „Nicht zuletzt aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage mitten im Herzen der Metropolregion Rhein-Neckar sind wir von den hervorragenden Perspektiven für dieses Gewerbegebiet in Brühl überzeugt."
Der Standort eignet sich sowohl für produzierendes Klein- und Großgewerbe als auch für kleinere und mittlere Dienstleistungsunternehmen. Neben einer optimalen Infrastruktur - direkter Anschluss an die A6 und nur 10 Kilometer Entfernung zum Regionalflughafen Mannheim - können die Unternehmen auch von den günstigen Gewerbesteuern in Brühl profitieren.
Das B-Plan-Verfahren wird voraussichtlich im Laufe des ersten Halbjahres 2011 mit Vorliegen des rechtkräftigen Bebauungsplans abgeschlossen sein. Schon jetzt beginnt Haus+Co damit, das Areal zu vermarkten. „Ähnlich wie bei anderen von uns entwickelten Gewerbeparks, wie zum Beispiel dem SÜBA-Gelände im Hockenheimer Industriegebiet Talhaus, werden wir die Entwicklung zusammen mit künftigen Mietern und Käufern vorantreiben, um so auf ihre individuellen Bedürfnisse eingehen zu können", erklärt Michelitsch. „In den kommenden Wochen vertiefen wir daher die Gespräche mit Interessenten und konkretisieren die Planungen."

(v.l.n.r.): Ralf Weidenhammer (Geschäftsführer Haus+Co), Sylvio Michelitsch (Projektleiter Haus+Co) und Bürgermeister Dr. Ralf Göck.
Über Haus+Co:
Die 1995 in Heidelberg gegründete Haus+Co Projektmanagement GmbH ist ein etabliertes, expandierendes Unternehmen der Immobilienwirtschaft mit Hauptsitz in Hockenheim. Ein Schwerpunkt ist dabei die Restrukturierung und Neupositionierung von hochwertigen Gewerbeliegenschaften. Ein weiteres Kerngeschäft ist die professionelle Objektverwaltung für Bestandsimmobilien aus dem wohnwirtschaftlichen sowie gewerblichen Bereich. Neben erfolgreichen Projekten in der Metropolregion Rhein-Neckar wie dem Eichendorff-Forum in Heidelberg und der Revitalisierung des vormaligen SÜBA-Areals in Hockenheim zählen zum Spektrum von Haus+Co auch internationale Industrie-Immobilienprojekte insbesondere der Weidenhammer Packaging Group. Dank einer finanzstarken Investorengemeinschaft um die Familie Weidenhammer verfügt Haus+Co über die Unabhängigkeit, Projekte langfristig und nachhaltig durchzuführen. Weitere Informationen im Internet unter www.hausundco.de












