Rhein-Neckar-Kreis: 20 tote Bussarde
Rauenberg/Rhein-Neckar-Kreis: Am Samstagnachmittag wurden beim Rück-schneiden von Gebüsch im Bereich einer Baustelle an der Bundesbahnstrecke Hei-delberg-Bruchsal (Gemarkung Rauenberg) mehrere tote Greifvögel aufgefunden.
Unter Anweisung einer Tierärztin des Veterinäramtes im Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises suchten 10 Wehrmänner der Freiwilligen Feuerwehren Rauenberg und Malschenberg den Bereich ab und fanden die Kadaver von ca. 20 Bussarden. Lediglich vier der Kadaver sind nahezu vollständig erhalten, die weiteren weisen erheblichen Tierfraß auf. Die Fundstelle erstreckt sich ab einer hölzernen Fußgängerüberführung auf einen jeweils 5 Meter breiten, ca. 250 Meter langen Streifen rechts und links der Gleise.
Eine Aussage zur Liegezeit ist ohne weitere Untersuchungen nicht möglich.
Die Kadaver wurden zur Chemischen Landes-Untersuchungsanstalt Heidelberg ver-bracht, wo diese Untersuchungen in den nächsten Tagen vorgenommen werden.
Die Polizei geht bei den Ermittlungen von einem Zusammenhang zu zwei gleichgela-gerten Vorgängen am 13.Januar 2011 in Rheinstetten und am 26.Januar 2011 in If-fezheim aus. Auch dort waren jeweils mehrere tote Bussarde aufgefunden worden, die nach dem Ergebnis von Untersuchungen in Heidelberg und Freiburg mit CARBOFURAN vergiftete Schlachtabfälle aufgenommen hatten. CARBOFURAN ist ein in Deutschland verbotenes Pflanzenschutzmittel, das bei Tieren nerventoxisch wirkt.
Das Polizeirevier Wiesloch hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich mit den Sachbearbeitern unter Tel.-Nr. 06222/5709-0 in Verbindung zu setzen.












