Kultur verbindet
KIS Schwetzingen e.V. zeigt „Candide" auch in der Partnerstadt Lunéville
Als ein „besonders schönes Bindeglied zwischen den Städten Lunéville und Schwetzingen" bezeichnete Bürgermeister Elkemann die Ausstellung „Candide" der Künstlerinitiative Schwetzingen e.V., die kürzlich im Office de Tourisme in Lunéville eröffnet wurde.
Die Ausstellung, die 2009 anlässlich des 250. Jahrestags der Erstausgabe von Voltaires „Candide ou l´optimisme", einem der bedeutendsten Romane der Weltliteratur, zunächst in Schwetzingen, danach in Halle/Saale gezeigt wurde und nun nach Lunéville ging, stelle eine „Hommage an Voltaire" dar, so Elkemann weiter, der mit den Stadträten Hans-Peter Müller, Elfriede Fackel-Kretz-Keller und Christiane Menges sowie Kulturreferentin Dr. Barbara Gilsdorf und Stadtarchivar Joachim Kresin angereist war. Er spannte aber sogleich den Bogen in die Gegenwart und zeigte die Aktualität des Romans auf. Voltaire, der in seinem Werk Krieg, Inquisition und Sklaverei auf das heftigste kritisierte und gegen Endes seines Romans "Il faut cultiver notre jardin" (Allein, es gilt, unseren Garten zu bebauen) forderte, interpretierte er als Ratschlag, Missstände im Kleinen zu beheben, sozusagen „vor der eigenen Haustüre anzufangen" und auch somit eine Wirkung für eine bessere Welt im Großen zu erzielen.
Oberbürgermeister Lamblin stellte unisono mit Jessen Oestergaard, der mit Karin Posmyk und Karin Schmiedebach die ausstellenden Künstler vertrat, fest, dass es auch nach 40 Jahren Städtefreundschaft immer noch möglich ist, Neues zu entdecken, was beide Städte verbindet. Diesmal ist es der große Philosoph und Dichter Voltaire, der sich sowohl in Lunéville als auch in Schwetzingen an den königlichen bzw. kurfürstlichen Höfen aufgehalten hat.
Eine nette Bereicherung waren die Flakons von Armin Haas, „Maître des Maîtres des Parfums" aus Schwetzingen, der in Erinnerung an Voltaire "La Femme de Candide" kreiert hatte.
Der Kultur zollte man auch im weiteren Verlauf des Tages noch Respekt, als die Schwetzinger Delegation die kürzlich fertig gestellte Schlosskapelle im Lunéviller Schloss besichtigen konnte, die nach dem verheerenden Brand in 2003 den Flammen zum Opfer gefallen war.












