Glühweinverkauf der Schulen
Gemeinsam eine Lösung gefunden
Stadt honoriert Engagement der Hebelianer bei Null-Promille-Party / OB Pöltl: Jugendschutz ist oberstes Gebot
Das bereits Ende Januar ausgesprochene Ausschankverbot von Glühwein an den Ständen der Schulen auf dem Weihnachtsmarkt, dieses Jahr betrifft es nur den Abiturjahrgang des Hebelgymnasiums, stieß jetzt vor der Eröffnung des Weihnachtsmarktes am kommenden Donnerstag verschiedentlich auf Kritik. Am Mittwoch luden die Stadt und das Jugendbüro Vertreter der Jahrgangsstufe und des Jugendgemeinderates zu einem Gespräch ins Generationenbüro ein, das am Donnerstag stattfand. Danach ist klar: Trotz der Vorkommnisse im letzten Jahr werden die Hebelianer ihre Chance bekommen.
Oberbürgermeister Dr. René Pöltl ist es indes besonders wichtig, die Bedeutung des Themas „Alkoholabgabe und Jugendschutz" herauszustellen. „Das ist keine Frage von Stadt gegen Schüler, wie dies in der öffentlichen Diskussion den Eindruck erweckte. Auf unserem Weihnachtsmarkt legen wir größten Wert auf die Einhaltung des Jugendschutzes durch alle Standbetreiber. Jeder, der Alkohol ausschenkt, wird hier absolut gleich behandelt. Gerade die Eltern minderjähriger Kinder erwarten von uns, dass wir hier sehr konsequent sind. Angesichts der Ernsthaftigkeit und Bedeutung des Themas habe ich auch für manche plakative Aussage pro Alkohol in diesem Zusammenhang überhaupt kein Verständnis", macht Pöltl deutlich. Insofern sei es auch richtig gewesen, dass die Stadt umgehend und mit klarer Linie reagiert habe, nachdem im letzten Jahr nachweislich Alkohol an unter 16-jährige ausgeschenkt und der Stand zudem übel hinterlassen worden sei. Verwunderlich sei, dass die öffentlichen Reaktionen erst ein dreiviertel Jahr nach Kenntnis und fünf Monate nach Vertragsunterzeichnung erfolgt seien. Zuvor wäre genügend Gelegenheit für Gespräche über das Thema gewesen.
„Ich erkenne aber ausdrücklich an, dass der diesjährige Abi-Jahrgang mit der Null-Promille-Party, für die ich mich persönlich stark gemacht habe, bewiesen hat, dass er sehr verantwortlich mit dem Thema umgehen kann. Nachdem bei dem Gespräch am Mittwoch zwischen den Beteiligten sehr deutlich wurde, dass alle die Einhaltung des gesetzlichen Jugendschutzes für unabdingbar erachten, bin ich bereit, den Hebelianern auch in diesem Jahr den Verkauf von Glühwein zu erlauben. Ich gehe fest davon aus, dass dies nunmehr insgesamt funktionieren wird."
Marianne Hahn, Sprecherin der 13. Klassen und Jugendgemeinderätin, Organisatorin Jessica Lang und Kathrin Mittel, Jugendgemeinderatsvorsitzende, begrüßten es, dass man jetzt endlich gemeinsam am Tisch sitze und im Gespräch mit Olga Dietz vom Jugendbüro, Pascal Seidel vom Generationenbüro, Pressesprecher Wolfgang Leberecht sowie Karin Erle von der Stadtinformation die Standpunkte darlegen könne. Insbesondere sei ein Verbot aus Ihrer Sicht keine geeignete Lösung gewesen. „Wir freuen uns wirklich, dass das mit der Null-Promille-Party erworbene Vertrauen in die Schüler auf diesem Weg auch honoriert wird. Jetzt wollen wir es rechtfertigen und das Wochenende auch erfolgreich umsetzen, das schaffen wir", sind sie sich einig. Das Anliegen der Stadt für einen aktiven Jugendschutz finde auch im Jugendgemeinderat die ausdrückliche Unterstützung. Für künftige Fälle ist jetzt vereinbart, dass alle Beteiligten hierzu den kurzen Draht in beide Richtungen pflegen wollen, egal ob es um die Einbindung des Jugendgemeinderates seitens der Stadt, aber auch die Kontaktaufnahme mit Olga Dietz vom Jugendbüro und Pascal Seidel vom Generationenbüro, die beide ihre aktive Unterstützung anbieten."












