Energiesparen in der Turnhalle
„Wir lassen nicht nach in dem Bemühen, Energie einzusparen", begründete Bürgermeister Dr. Ralf Göck seine LED-Initiative, die er mit der Marxzeller Firma IGT (Intelligente Gebäudetechnik) in der Jahn-Turnhalle begann. Dort wurden kurz vor Weihnachten 54 LED-Röhren an der Hallendecke installiert, die heller leuchten als die bisher dort installierten Leuchtstoffröhren und doch 60 Prozent weniger Energie brauchen und damit auch 60 Prozent weniger CO2 „ausstoßen". Neben den „neuen" blieben aber zwei weitere Lichtbänder mit Leuchtstoffröhren bestückt, so dass dr Unterschied deutlich wird und von den Nutzern in den nächsten Wochen beurteilt werden kann. „Das LED Licht ist so hell", freute sich auch Hausmeister Uwe Schwegler, dass man überlegen könnte, den mittleren Leuchtenstrang außer Betrieb zu setzen. Die Zusammenarbeit besteht darin, dass mit IGT und nach Rücksprache mit den Nutzern weitere Liegenschaften „umgerüstet" werden sollen.
Mit dem Vorstand Lichttetchnik bei IGT, Olaf Landwehr, stellte sich ein alter Bekannter im Brühler Rathaus vor, hatte Dr. Göck doch mit ihm zusammen 2003/2004 die Versorgung mit Breitbandinternet über KabelBW ohne Kosten für die Gemeinde erreicht. Als Landwehr für seinen neuen Arbeitgeber nun die Lichttechnik verantwortlich übernahm, habe er sofort an Brühl gedacht: „Hier wagt man Innovationen, die noch dazu beitragen, Kosten niedrig zu halten", lobte Landwehr Bürgermeister Dr. Ralf Göck, der die Idee hatte, das Ganze in der Jahn-Turnhalle auszuprobieren.
Ein weiterer Vorteil der neuen Röhren ist ihre Stabilität: „Wir gehen von einer Nutzungsdauer von etwa 10 bis 15 Jahren aus", so Landwehr, während die zugegebenermaßen derzeit noch deutlich preiswerteren Leuchtstoffröhren je nach Gebrauch ab etwa einem Jahr schon zu wechseln seien.
Das 35 Mitarbeiter zählende Systemhaus IGT, das die Bereiche Sicherheitstechnik, Informationstechnik und eben Lichttechnik bearbeitet, ist eine „aufstrebende" Gesellschaft, deren Hauptkunden schon derzeit im Bereich des öffentlichen Dienstes zu finden sind. Jetzt sollen verstärkt Gemeinden, bei denen man sich auch eine Zusammenarbeit im Bereich Straßenbeleuchtung vorstellen könnte, und in einem Fall auch schon realisiert hat, für solche „Licht-Projekte" gewonnen werden.












