Energiecoach der EnBW suchte nach versteckten „Energiefressern" in Brühl
In den letzten Jahren hat die Gemeinde viele ihrer Gebäude energetisch saniert: Wärmedämmung, neue Heizkessel, Fernwärme, digitale Gebäudeleittechnik und dreifachverglaste Fenster sind die Stichworte für einen Investitionsaufwand von deutlich mehr als einer Million Euro. Und dennoch nahm Energiecoach Gerulis die spannende Herausforderung an, weitere Energieeinsparpotentiale in Brühl aufzuspüren. Im Auftrag des für Brühl zuständigen Kommunalberaters Willi Parstorfer vom EnBW Regionalzentrum Nordbaden machte er sich auf die Suche nach versteckten Energiefressern. „Da eine sparsame Verwendung von Energie sowohl mit einer Entlastung des Gemeindehaushaltes einhergeht, als auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz bedeutet, hat die Gemeinde schon vieles angepackt", so Bürgermeister Dr. Ralf Göck, als er sich vor Ort ein Bild machte, „aber auch wir können noch besser werden". Insgesamt wurden zusammen mit dem Umweltberater Dr. Andreas Askani fünf Liegenschaften unter die Lupe genommen, die Jahnschule samt Sporthalle, der Bauhof, das Rathaus sowie das Schiller-Schul- und Sportzentrum.
Da in allen Gebäuden die Heizungsanlagen auf dem neuesten Stand sind, die Beleuchtung teilweise über Tageslichtsensoren und Bewegungsmelder geschaltet wird und sowohl das Rathaus als auch die Schillerschule bereits mit Wärmeschutz ausgestattet wurden, konnte der Energieberater im technischen Bereich kein größeres Verbesserungspotential finden. Allerdings wurde in wenigen Fällen festgestellt, dass eine Verhaltensänderung notwendig wäre. So wurde beispielsweise beobachtet, dass Fenster dauerhaft gekippt waren. Besser für das Raumklima und energiesparender ist es, die Fenster geschlossen zu halten und regelmäßig nur eine kurze Stoßlüftung bei völlig geöffneten Fenstern und abgedrehter Heizung durchzuführen.
Letztendlich wird der Energiecoach der EnBW einen Katalog zusammenstellen, der die Einsparpotentiale auflistet: „Da sind wir schon gespannt", so Umweltberater Dr. Andreas Askani nach der achtstündigen Begehung, „viel kann das aber nicht sein."
„Wir möchten die Gebäudeverantwortlichen sensibilisieren und unterstützen", begründete Willi Parstorfer, EnBW-Kommunalberater, die Aktion. Der Bericht des Energiecoach wird nach Auswertung mit einzelnen Maßnahme-Vorschlägen übergeben. „Das Regionalzentrum Nordbaden bietet diesen Service auch weiteren Städten und Gemeinden in der Region an", so der Kommunalberater.

Bürgermeister Dr. Göck, Willi Parstorfer (EnBW) und Energiecoach Gerulis (v. l.) bei der Begutachtung der modernen Gasbrennwert-Anlage im Rathaus.












