Brühl ist Zukunftsorientiert und Engagiert
Beim Neubürgerempfang 2010 in der „Villa":
Das „Herzlich Willkommen" an alle, die 2010 nach Brühl gezogen sind, verband Bürgermeister Dr. Ralf Göck beim Neubürgerempfang diesmal mit einem Dankeschön an ehrenamtliche Helfer beim „Roten Kreuz" und an langjährige Blutspender. Damit wollte der Rathauschef deutlich machen, „was alles möglich ist in dieser Gemeinde". Daß es in diesem Jahr etwas eng („aber gemütlich", so eine Neubürgerin) wurde, lag daran, dass der Stehempfang diesmal in dem Kulturzentrum „Villa Meixner" stattfand, nachdem ja die Festhalle umgebaut wird.
In seinen Worten an die etwa 30 erschienenen Neubürger stellte Dr. Göck einerseits Initiativen für Jung und Alt vor, nämlich die ehrenamtliche mobile Sozial-, Wohn- und Pflegeberatung für die Älteren um ihren Initiator Fritz Triebskorn sowie die „Aktion 60 plus", die in Schulen den jüngeren Semestern ihre Erfahrung und Kenntnisse weitergibt und unter der Leitung von Helmut Mehrer steht. Aber er wies auch auf die professionellen Angebote der Gemeinde im Bereich der Kinderbetreuung im Kindergarten, der Kernzeit- und Hortbetreuung und bei der Jugendmusikschule hin, deren Leiterinnen fast alle vertreten waren und von einigen jungen Müttern im Anschluss rege befragt wurden.
Für die Qualität der Jugendmusikschule stand auch die Brühler Pianistin und Gitarrenspielerin Weihua Wang, die ein breites Spektrum von klassischer bis moderner Musik zwischen den verschiedenen Programmteilen zu Gehör brachte und viel Beifall bekam.
Speziell ausgezeichnet wurden Menschen, „die sich für Sie einsetzen, wenn Sie z.B. einen Unfall haben sollten": die Helfer vom Brühler Roten Kreuz und die Blutspender aus Brühl.
Finanziell solide ...
„Wir bieten einiges, aber möglicherweise nicht alles, was Sie sich vielleicht wünschen mögen, denn in einer Gemeinde unserer Größenordnung sind die Mittel eben begrenzt", wandte sich Dr. Göck an die Neubürger. Das liege aber auch daran, „dass wir bisher im Vergleich zu anderen Gemeinden niedrigere Steuersätze haben und diese auch nicht erhöhen."
Aufgrund des umsichtigen Wirtschaftens verfüge Brühl noch über eine Rücklage, „die uns in die Lage versetzt, unsere bestehenden öffentlichen Einrichtungen in Schuss zu halten. Vorsichtig sind wir, was Erweiterungen oder gar Neubauten von öffentlichen Einrichtungen angeht, denn deren Folgekosten sind zum Teil beträchtlich".
So habe man sich vor Jahren entschieden, kein neues Bürgerhaus auf der grünen Wiese zu bauen, sondern die Festhalle im Ortskern auf einem modernen technischen Stand zu halten und das öffentliche Leben weiterhin im Ortskern stattfinden zu lassen: „Im Moment wird die Festhalle um ein Foyer erweitert und der bisherige Festsaal saniert. Im Frühjahr ist offiziell Einweihung mit einem Tag der offenen Tür am 13. März, zu dem Sie schon heute eingeladen sind".
... auf die Zukunft und die beiden Ortskerne orientiert ...
Auch weiterhin werde die Gemeinde Brühl mit Blick auf künftige Herausforderungen, etwa die Überalterung der Gesellschaft, handeln: Mit Bau-Möglichkeiten im Ortsinnern und am Ortsrand habe man wegweisende Entscheidungen zugunsten junger Leute getroffen und die Konzentration auf die wohnungsnahe Versorgung mit Lebensmitteln aber auch mit Gesundheitsdienstleistungen bringe den Senioren Vorteile. Die beliebten Kultur- und Vereinsveranstaltungen könnten ebenfalls zu Fuß erreicht werden.
Auch weiterhin werde man die schöne Naherholungslandschaft rund um die Rheinauen und auf der Kollerinsel vor der Haustür pflegen - die sehr gute Verkehrsanbindung in die nahen Großstädte Mannheim und Heidelberg sei über die kürzlich verbesserten Anschlüsse an B 36, A6 und L 599 ausgebaut worden.
Nach einer knappen Stunde Programm hatten dann alle ausreichend Gelegenheit, sich bei einem Getränk miteinander zu unterhalten und sich über die Brühler öffentlichen Einrichtungen und Vereine persönlich, aber auch mittels einiger Flyer zu informieren.
... und mit engagierten Brühlern und Rohrhöfern
Vorher galt es aber jenen zu danken, die seit Jahren ihren Lebenssaft spenden und damit ein Zeichen lebendiger Solidarität setzen.
Die große Zahl derer, die 10, 25, 50 oder gar 75mal Blut gespendet haben, mache deutlich, so Dr. Göck, dass die Verantwortung für die Mitmenschen hier bei uns in Brühl in ernst genommen wird.
Diese Tat, aber auch diese Lebenseinstellung verdienten es, öffentlich gewürdigt und anerkannt zu werden. „Ich nutze die Gelegenheit aber auch gerne, um auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes, vor allem denen hier in Brühl, herzlichen Dank für die Organisation der Blutspendetermine zu sagen", so der Bürgermeister: „Ohne unseren DRK Ortsverein mit seinen zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern wäre es nicht möglich, dieses Werk der Solidarität zustande zu bringen." Exemplarisch sage die Gemeinde mit dem Ehrenamtspaß Dank an Ann-Kathrin Bartonek, Meike Weidner, Jennifer Glasenapp, Kevin Özgül und Heide Fritz vom DRK-Ortsverein Brühl-Rohrhof, die sich im zurückliegenden Jahr besonders engagiert haben.
Und auch der langjährige Leiter der DRK-Bereitschaft, Uwe Fritz, gehöre dazu. Fritz sei bereits seit 1969 im Roten Kreuz und habe schrittweise immer mehr Verantwortung übernommen. Mit den Worten: „Für seinen mehr als 20jährigen Einsatz in der Führungsmannschaft des Brühler Roten Kreuzes verleiht der Gemeinderat der Gemeinde Brühl Herrn Uwe Fritz die Ehrennadel der Gemeinde in „Silber", überreichte der Bürgermeister Urkunde, Nadel und die „Brühler Krawatte".
Der Vorsitzende des DRK-Brühl, Werner Weidner, stellte vor der Blutspenderehrung die Aktivitäten seines Ortsvereins vor, die von der Jugendgruppe bis zum Seniorentanz reichten.
Der stellvertretende Leiter des Blutspendedienstes, Dr. Michael Müller-Steinhardt bedankte sich bei den Aktiven für die Unterstützung und bei der Gemeinde Brühl, dass sie die Blutspenderehrung finanziere und in einen so außergewöhnlichen Rahmen einbette.
„Wir möchten den heutigen Anlass auch dazu nutzen, in der Öffentlichkeit Ihr vorbildliches Bürgerverhalten in das rechte Licht zu rücken", wandte sich Dr. Göck an die Blutspender, „zum einen weil Sie das verdienen, zum anderen weil wir hoffen, dass Ihr Beispiel andere Mitbürger, und zwar möglichst viele, dazu ermuntert, für das Gemeinwohl ein wenig Blut zu lassen".
Sozusagen in „aufsteigender Form" rief Bürgermeister Dr. Göck dann zuerst die zehnmaligen Blutspender und Blutspenderinnen, nämlich Dorothea Czech, Heike Engel, Renè Göthe, Susanne Iking-Konert, Paul Morawietz, Annerose Scheidel, Klaus Schwab, Gabriele Steiner, Helmut Wagner und Dirk Woelki und danach vier Menschen, die 25 mal Blut gespendet hatten, das waren Cornelia Heldmann, Inge Hemmerich, Joachim Schwab und Matthias Wolff nach vorne. Zwei Blutspenderinnen hatten 50mal Blut gespendet, das waren Petra Kirner und Margarete Moos. Zu „unseren Superstars heute abend" machte er die beiden Rohrhofer Ursula Duldhart und Helmut Mehrer, die schon 75mal Blut gespendet haben. Alle anwesenden Mehrfachspender und -spenderinnen erhielten die Urkunde und entsprechende Ehrennadel des DRK und ein Geschenk der Gemeinde.













