Brühl bekommt ein Bildungshaus
Kooperationen zwischen der Jahnschule und den Kindergärten St.Bernhard und Heiligenhag werden intensiviert
Brühl wird Standort eines der sechs neuen Bildungshäuser im Rhein-Neckar- Kreis, die kürzlich im Rahmen der "Qualitätsoffensive Bildung" vom Kultusministerium des Landes Baden-Württemberg genehmigt worden sind. Die Jahngrundschule, der katholische Kindergarten St. Bernhard und der evangelische Kindergarten Heiligenhag werden ab Februar nach und nach ihre bestehende Kooperation verzahnen und gemeinsame Schwerpunkte im Sinne der frühkindlichen Bildung setzen. Dies ist umso positiver, als es bisher im Kreis nur eine solche Einrichtung in Ilvesheim gab. Landesweit können ab dem kommenden Jahr insgesamt 156 neue Bildungshäuser an den Start gehen.
Bereits bestehende Qualitäten sollen und können damit in Zukunft noch intensiver genutzt werden. Das Bildungshaus ermöglicht durch die enge Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule einen bruchlosen Übergang vom Kindergarten in die Schule.
Thematische Bausteine aus den Bereichen Kunst und Naturwissenschaft sollen Einzug in das Bildungshaus finden. Dieser Projektgedanke zieht sich dann durch alle Bildungseinrichtungen und lässt sich vielfältig ausbauen. Allerdings soll es nicht Ziel sein, in der Grundschule nur noch zu spielen oder den Kindergarten in eine Vorschule zu verwandeln. Ein erster wichtiger Baustein stellt das Projekt "Singen, Bewegen und Sprechen" dar, das in das Bildungshaus integriert wird und schon seit September im St. Bernhard Kindergarten existiert.
Finanziert werden die zusätzlichen Lehrerstunden durch das Land und die zusätzlichen Stunden der Erzieherinnen durch die Gemeinde Brühl: „Wir halten die frühkindliche Bildung für ganz entscheidend und haben uns daher an der Initiative der Jahn-Grundschule gerne beteiligt", erklärte Brühls Bürgermeister Dr. Ralf Göck, der in dem Bildungshaus einen weiteren Baustein in der Brühler Kleinkindbetreuung sieht, „die unsere Gemeinde noch attraktiver macht".
"Wir wagen uns langsam an dieses Projekt", stellt Schulleiter Michael Körber von der Jahn-Grundschule den Zeitplan vor: So soll bis zu den Sommerferien das Konzept verfeinert und in Pilotstunden erprobt werden, bevor dann nach den Sommerferien die Vorschulkinder der Kindergärten gemeinsam mit den Erstklässlern in verschiedenen Projekten gefördert werden. Nach und nach soll die Kooperationszeit ausgedehnt werden.
Für die Erzieherinnen sowie die Pädagogen bedeutet diese Entscheidung eine Würdigung ihrer bisherigen Arbeit, die nun konsequent fortgesetzt und ausgebaut werden soll. Sie werden in Zukunft ein Team bilden.












